Letzte Aktualisierung: Mittwoch, 27.01.2021

Willkommen beim Freudenauer Kulturverein

Fahren Sie mit uns auf der Donau, genießen Sie eine Lesung oder ein Konzert in „unserer” Kirche Maria Grün, oder besichtigen Sie mit uns den Freudenauer Hafen…

Ob Ausstellungen, Konzerte, Ausflüge oder einfach nettes Beisammensein im Schanigarten des gemütlichen Gasthauses Schutzhaus Heustadlwasser: Der Freudenauer Kulturverein hat viel zu bieten. Seit seiner Gründung im Jahr 1998, treffen wir einander ein bis zwei Mal im Monat, um unseren Mitgliedern – meist Bürger dieses idyllischen Leopoldstädter Ortsteiles - das kulturelle Leben der Freudenau durch verschiedene Veranstaltungen und Aktivitäten näherzubringen. Wir freuen uns, dass viele unserer Mitglieder neue Kontakte geknüpft oder sogar Freundschaften geschlossen haben und dadurch das Zusammenleben der „FreudenauerInnen” intensiviert wurde. Dieser Erfolg ist natürlich Anreiz genug, uns ständig neue, interessante Aktivitäten für unsere Mitglieder auszudenken. Viel Vergnügen!

Die Freudenau damals

Auszug aus der Österreichischen Volkszeitung vom 18.10.1892, Nr. 296

„Aus der Freudenau:
Bekanntlich besitzt Wien auch einige Kolonien, wie zum Beispiel
die Kaisermühlen und die Freudenau.
In beiden Orten fehlt noch gar vieles an städtischen Einrichtungen, namentlich die zumeist von Gärtnern, Fischern und Schiffern bewohnte Freudenau ist in Bezug auf Kultur weit zurück, was bei der dortigen zahlreichen Jugend noch klar zu Tage tritt.”

Die Freudenau heute

Auszug aus „meinbezirk.at”, dem Onlinedienst der Bezirkszeitung für den 2. Bezirk vom 20. 1. 2010

Die Freudenau hat Kultur
Der Kulturverein Freudenau bietet seit mehr als elf Jahren einen bunten Veranstaltungsreigen im Grätzl Die öffentlichen Verkehrsmittel waren damals noch nicht so gut ausgebaut und für viele Bezirksbewohner in der Freudenau oder Krieau daher ein Kino- oder Theaterbesuch schwierig. Seit 1998 schafft der Kulturverein Freudenau hier Abhilfe und organisiert selbst Aktivitäten. Der 25. Juni 1998 war ein wunderschöner sonniger Samstag in Wien. Die Freibäder waren sehr gut besucht und auf der Donauinsel trafen sich die Sonnenanbeter, die gemütliche Stunden in der freien Natur verbrachten.

„Ober dem Heustadlwasser”
Gemütliche Stunden verlebten auch die Kleingärtner des Kleingartenvereins „Ober dem Heustadlwasser” – und zwar beim Grätzlfest des Gasthauses Futterknecht. Das war die Geburtsstunde des Kulturvereins Freudenau.
Der heutige Obmann des Vereins, Oswald Miksch, erinnert sich genau an die Premierenveranstaltung: „Natürlich waren wir aufgeregt, ob das Wetter hält, und ob überhaupt Gäste zu unserem Fest kommen. Es ging aber alles gut.” Der Startschuss war also geglückt: Seit damals belebt der Kulturverein die Leopoldstädter Bezirksteile Freudenau und Krieau. Von Dr. Fritz Koppe gegründet „Unsere Grätzl waren damals”, erzählt Miksch, „vom Rest des Bezirks abgeschnitten. Die öffentlichen Verkehrsmittel waren noch nicht ausgebaut, weshalb sich selbst Theater- oder Kinobesuche für die 2.000 bis 3.000 Anrainer als schwierig herausstellten. Viele hatten ja kein Auto.”
Dr. Fritz Koppe erkannte das Problem, und gründete kurzerhand den Kulturverein.
Zehn Jahre hat er ihn geführt, ehe 2008 der heutige Obmann den Verein übernahm. Gemeinsam mit seiner Gattin Gerlinde kümmert sich Oswald Miksch um die Kulturinitiative, die sich aus Mitteln des Bezirks und der „Basis Kultur Wien” finanziert.

Mitglieder 1998 bis 2020

Statistische Zahlen über zahlende Mitglieder; natürlicher Abgang mitberücksichtigt

Veranstaltungen 1998 bis 2020

Statistische Zahlen über unsere Veranstaltungen und den daran teilnehmenden Besuchern

Veranstaltungen des Freudenauer Kulturvereins
im Jahre 2020

Angesichts dieser pandemiebehafteten Zeit sahen wir uns die letzten Monate gezwungen immer wieder unser Programm zu verändern und auch einige Veranstaltungen abzusagen.
Wir blicken aber optimistisch ins Jahr 2021!

Jänner
„Das kleinste Neujahrskonzer der Welt” im Ristorante VABENE fand am
12. Jänner 2020 statt und wurde mit über 100 Besuchern wieder ein großer Erfolg. Nach über 2,5 Stunden ging das Konzert unter tosendem Applaus zu Ende.

Februar
In der Löwengasse 28 im dritten Wiener Gemeindebezirk befindet sich das „Fälschermuseum”, welches am 13. Februar 25 interessierte Kulturfreunde und am 20. Februar nochmals 15 Personen besuchten.

März
Im Schutzhaus Heustadlwasser fand am 6. März 2020 ein Unterhaltungsprogramm mit Roman Grinberg und Sasha Danilov unter dem Titel „Oj, hab ich gelacht!” – jüdischer Humor in Wort und Musik – statt.
Die 82 Zuschauer sparten nicht mit Applaus.

April
Am 13. + 27. April besuchten insgesamt 49 Mitglieder und Freunde den
Hofpavillion und die Wagenburg in Schönbrunn.

Von April bis August mussten wir alle Veranstaltungen Corona-bedingt absagen.

August
Ausflug zum Wildalpen Wasserleitungsmuseum
Am 27. und 28. August 2020 konnten Covid-19-bedingt bei dieser Fahrt nur 38 Personen teilnehmen. Frau Ing.in Astrid Rompolt begrüßte uns und führte eine der beiden Gruppen durch das Museum. Die Kläfferquelle war gesperrt, wir konnten sie leider nur aus der Ferne sehen.
Am zweiten Tag besichtigten wir bei strahlendem Wetter die Kartause Gaming. Bei der Führung durch die Anlage sahen wir Klosterhof, Kirche, Bibliothek und Kreuzgang.

September
Unser „Grätzel-Spaziergang durch die Josefstadt” mit Frau Bibiane Krapfenbauer-Horsky und ihrer Kollegin Frau Katharina Trost fand am
11. September 2020 statt. Mit Sicherheitsabstand und Kopfhörern konnten die 43 Zuhörer die Geschichte des kleinsten Bezirks in Wien kennenlernen. Nach 1,5 Stunden Führung besichtigten noch einige das interessante Josefstädter Bezirksmuseum.

Der Kulturverein Freudenau ist bemüht, das Angebot für seine Mitglieder interessant und abwechslungsreich zu gestalten.
Nachzulesen auch bei „Versäumtes” in unserem Terminearchiv.

Fünfköpfiges Organisationsteam

Unter anderem stellte das Team rund um den mittlerweile
92-jährigen Obmann im Jahr 2017 mit 14 Veranstaltungen und 953 Besuchern sowie 2018 zwölf Veranstaltungen auf die Beine.

Im Juni 2010 war übrigens im Bezirksmuseum die Ausstellung
„160 Jahre Leopoldstadt bei Wien” zu sehen, die vom Kulturverein Freudenau mitgestaltet wurde!

Die Freudenau in Zahlen

  • Österreichischer Rennverein
    1827: Anhänger des Pferdesportes gründen die „Wettrenn-Ausschuss Aktiengesellschaft” mit 193 Mitgliedern. Die Rennbahn befindet sich damals noch auf der Simmeringer Haide
    1858: Wiener Wettrennverein im Verband des Vereines für Pferdezucht und Rennen. Auf der Ostseite wird eine gedeckte Tribüne errichtet (Entwurf Karl Hasenauer).
    1900: Um die Jahrhundertwende werden die meisten Stallgebäude errichtet, der Aufschwung hält weiter an. (z.B. zum „Österreichischen Derby” 1913 40.000 Besucher)
    1938: Eingliederung in das deutsche Rennwesen. Im Laufe des Krieges wird ein Großteil der Anlage zerstört. Rennstallungen und Gestüte sind leer.
    1945: Mit Hilfe der englischen Alliierten gelingen der Wiederaufbau und die Wiederbelebung des Galopprennsportes.
    1967: Kauft die Republik Österreich um ATS 7,6 Mio. die Gebäude auf dem Rennplatz, verwaltet werden diese von der Finanzlandesdirektion.
    1975-77: Bau der Autobahn A4, Abtrennung wesentlicher Teile der Anlage Freudenau
    2004: Der ÖRV-Österreichischer Rennverein-Wien Freudenau erhält die Lizenz zur Veranstaltung von Pferderennen und wird Mitglied beim Landesfachverband für Reiten und Fahren NÖ.
    (Auszug entnommen bei www.oerv-freudenau.at)
  • Der Wiener Hafen
    Mit einer Fläche von 3,5 Mio. m2 ist der Wiener Hafen der größte öffentliche Donauhafen und damit eines der größten Güterverkehrszentren Österreichs. Durch seine optimale Anbindung an die Verkehrsträger Bahn/Schiff/LKW und die Nähe zum Flughafen Wien-Schwechat fungiert er als leistungsstarke Schnittstelle internationaler Handels- und Transportwege. Der Wiener Hafen betreibt das größte (Zoll)Freilager Österreichs.
    (Text: www.wien-vienna.at)
  • Das Donaukraftwerk Freudenau
    Nachdem die Wiener in einer Volksabstimmung dem Bau zugestimmt hatten, wurde nach mehrjähriger Bauzeit im Juni 1998 der Vollstau erreicht. Neben der Nutzung als Kraftwerk wurde mit diesem Bau auch der gesamte Donauraum neugestaltet. Von den
    ATS 15 Milliarden (EUR 1,1 Milliarden) Baukosten waren allein
    ATS 750 Millionen für die Neugestaltung der Donaupromenade aufgewendet worden. Weiters wurde damit die Austrocknung der Praterauen und der Lobau gestoppt. Das Kraftwerk Freudenau liegt an der südöstlichen Seite von Wien. Kurz bevor die Donau das Stadtgebiet verlässt, sodass Wien zur Gänze die Vorteile nutzen kann.
    (Text: Gerhard Frey)